Facharztpraxis für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Allergologie - Umweltmedizin, Stimm- und Sprachstörungen, Audiologie - Otoneurologie [BV HNO]

Stimm, Sprech-, Sprach-, Redefluss- und Schluckstörungen


Untersuchung der Stimme



Auditive Stimmbeurteilung:

Subjektive Abgrenzung von klarer Stimme [Euphonie], Heiserkeit [Dysphonie] und Stimmlosigkeit [Aphonie].
Bestimmung der mittleren Sprechstimmlage [für Frauen Sopran, Mezzosopran, Alt, für Männer Tenor, Bariton, Bass].
Messung der Tonhaltedauer [Durchschnittswert ca. 20-30 s]. Messung des Atemvolumens [Spirometrie].
Grafische Darstellung von Stimmumfang und Lautstärke bei der Stimmfeldmessung.


Untersuchung des Kehlkopfes mittels Lupenlaryngoskopie und Video- Stroboskopie:
Darstellung der Feinschwingungen der Stimmlippen mittels elektronisch gesteuerter Blitzfrequenzen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar wären. Man beurteilt dabei das Aussehen und die Beweglichkeit der Stimmlippen, das bewegte u. stehende stroboskopische Bild, die Amplituden und Randkantenverschiebungen der Stimmlippen, sowie den Glottisschluß. So können organische Stimmstörungen [Karzinome, Polypen, Schreiknötchen, Lähmung der Stimmlippen] von funktionellen Stimmstörungen [Hyperfunktion, Hypofunktion, psychogene Dysphonie, verzögerter Stimmbruch] unterschieden werden.

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Untersuchung der Sprache und des Sprechens



Überprüfung der Sprachentwicklung beim Kind [z.B. bei fehlendem Spracherwerb nach dem 2. Lebensjahr] zum Ausschluss möglicher Ursachen wie :

familiäre Sprachschwächen, Mehrsprachigkeit, Hörstörungen.
Untersuchung der Spontansprache, Beurteilung von Wortschatz und Satzbau.
Als Therapiemaßnahme erfolgt die Vorstellung in einer spezialisierten Praxis für Logopädie.


Ausschluss von Artikulationsstörungen [Dyslalie]

Untersuchung der Sprechorgane und Kauwerkzeuge [Lippen, Zähne ,Wangen, Halsweichteile] und entsprechende Funktionstests.
Einleiten logopädischer Maßnahmen, evtl. Vorstellung beim Kieferorthopäden.



Diagnostik von Redeflussstörungen wie Poltern oder Stottern [Balbuties]

Unter Poltern versteht man eine rasche , überhastete Rede, Auslassen von Silben, Wort- und Lautverstümmelungen. Im Extremfall ist die Rede unverständlich. Es erfolgt die Beurteilung der mündlichen und schriftlichen Sprache, der verbalen und nonverbalen Kommunikationsfähigkeit. Einleitung logopädischer Maßnahmen mit besonderem Augenmerk auf Atmung, Phonation und Artikulation sind wichtig.

Stottern ist eine schwere sprachliche Kommunikationsstörung. Es handelt sich um eine spastische Koordinationsstörung von Atmung, Stimm- und Lautgebung. Es kommt zu einer temporären Blockade der Rede, evtl. sogar zum Verstummen, zu minutenlanger Unfähigkeit, zu phonieren. Das männliche Geschlecht ist 4-7 mal häufiger betroffen als das weibliche Geschlecht. Zu unterscheiden ist das sog. physiologische Stottern im Rahmen der regelrechten Sprachentwicklung.
Die Therapie besteht in einer ganzheitlich orientierten logopädischen Übungsbehandlung, inkl. suggestiver Psychotherapie und autogenem Training.


Abklärung von Schluckstörungen

Es gibt viele unterschiedliche Ursachen für sog. Schluckstörungen. Deshalb sollten HNO-Ärzte, Internisten/Gastroenterologen, Neurologen und Psychosomatiker hinsichtlich dieses Themas interdisziplinär zusammenarbeiten.
Man unterscheidet die Dysphagie [Nahrung kann nicht normal geschluckt werden, Nahrung bleibt stecken], die Odynophagie [Schmerzen beim Schlucken] und das Globusgefühl [Mißempfindungen beim Leerschlucken, Fremdkörpergefühl].

HNO-ärztliche Schluckuntersuchung

Inspektion der Mundhöhle , des Zungengrundes , der Speicheldrüsen, des Kehlkopfes und des Hypopharynx mittels Endoskop, Mikroskop und Ultraschall. Ebenso muss die Funktionsprüfung der Gaumensegel-, Pharynx- und Zungenmuskulatur auf gestörte Sensibilität und Motorik erfolgen.

Bei der funktionellen Schluckuntersuchung [sog. Blauschluck] wird die Schluckfähigkeit für breiige, feste und flüssige Nahrung [mit Lebensmittel blau gefärbt, zur besseren Darstellung] unter endoskopischer bzw. videoendoskopischer Dokumentation geprüft.

Im Einzelfall müssen weitere Untersuchungen wie die ösophagogastroduodenale Endoskopie [ÖGD] beim Internisten oder eine Röntgen-Videokinematografie beim Radiologen in die Wege geleitet werden.

Je nach Beschwerdeursache kommen medikamentöse Massnahmen, intensives Schlucktraining [logopädisch angeleitet] oder sogar operative Behandlungen [Tumore im HNO-Bereich, Ösophagusdivertikel] als Therapie zum Einsatz.
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